Donnerstag, 27. November 2008

Tag 56: Bangkok

27. November 2008

Bangkok hat uns wieder. Wir kommen um 8 Uhr an der Kao San Road an und gehen erstmal Fruehstuecken im Ethos. Free WiFi und gutes Muesli und Porridge mit Bananen oder Trockenfruechten. Danach Anzug und Hemden bzw. Blusen kaufen beim indischen Schneider. Wir kennen ihn bereits und es ist wie das letzte mal ein super Service und am Abend hatten wir bereits das erste Fitting. 8 Hemden, 4 Blusen und 1 Anzug fuer 560 CHF. Super Sache! Dazwischen noch bisschen Shopen im Siam Center und Panthip Plaza. Bangkok ist ein Konsumparadies.

Leider ist die Regierung korrupt und der aktuelle Ministerpraesident eine Marionette des 2006 vom Militaer gestuerzten Regierungschefs Thaksin. Dies wird von einem Grossteil der Bevoelkerung verurteilt. Aus diesem Grund gibt es Demos und die Regierungsgegner haben beide Flughaefen besetzt. Das Chaos ist gross. Hoffentlich beruhigt sich die Lage bis wir am 4. Dez von Phnom Penh nach Bangkok fliegen.

Hier gibt es Infos zum Thema:
Reuters
CNN
New York Times
Spiegel
NZZ

Panthip Plaza, ein ganzes Kaufhaus mit 5 Etagen voller Elektronik und Computer.

Guter Service bei den Profis.

Tag 55: Vientiane nach Bangkok

26. November 2008

Reisenacht. Wir fahren mit dem Nachtzug von Nong Khai nach Bangkok. Am Morgen besuchen wir noch das Nationalmuseum von Laos. Hat sich nicht wirklich gelohnt. Dafuer ist der Resttag und das Pizza essen in einem franzoesischen Restaurant mit Holzhofen sehr entspannt.

Nong Khai ist ein kleiner Ort in Thailand unweit von Vientiane, nahe der Grenze zu Laos. Um 15 Uhr gehts los in Vientiane, um 18:20 Uhr faehrt der Zug ab und um 7:30 am naechsten Tag kommen wir an. Klingt alles recht lange und anstrengend, war es aber nicht. Dafuer war es billig. 870 Baht. Um 15 Uhr werden wir vom Guesthouse abgeholt und zur Grenze - der s.g. Friendship Bridge - gefahren. Ausreise aus Laos, Fahrt in einem anderen Bus ueber den Mekong zu den Thai Grenzposten, Einreise in Thailand und Fahrt in einem dritten Bus zum Bahnhof. Dort decken wir uns mit Bier und Essen ein.

Die Fahrt ist super entspannt und der Schlaf besser als erwartet. Im Zug treffen wir die ersten Opfer der Demonstrationen am Flughafen in Bangkok. Dort geht seit gestern gar nichts mehr. 3000 Touristen sitzen anscheinend am Flughafen fest. Alle Fluege wurden gestrichen. Uns macht das im Moment nichts, wir fahren mit dem Bus weiter nach Kambodscha.

Die spinnen, die Chinesen. Essenstand in China-Town.

Da essen wir doch lieber gute laotische Fruechte.

Fahrt ueber die Friendship Bridge.

Hier werden die Gleise noch manuell gestellt.


Mirjam ist bereit fuer den Nachtzug. Zaehne putzen, Ohropax rein, Augenbinde drauf, Nase putzen und Schlaftabletten und drei Bier runter und schon gehts los :)

Aus dem Sitz...

... wird ein Bett. Sogar recht gemuetlich. Fan Lower. Ist besser, weils mehr Platz hat.


Gute, alte Diesel-Lok...

... ohne Russfilter.

Dienstag, 25. November 2008

Tag 54: Vientiane

25. November 2008

Vientiane ist nicht wirklich schoen und es gibt auch nicht sehr viel anzuschauen, trotzdem bleiben wir einen Tag. Waesche waschen, Internet und einige Sehenswuerdigkeiten und einen Markt anschauen. Morgen gehts dann weiter mit dem Nachtzug nach Bangkok und von dort mit dem Bus nach Siem Reap. Die Fluege nach Kambodscha sind recht teuer und bis Anfang Dezember ausgebucht, also bleibt nur diese Variante. Der Landweg durch Laos in den Sueden scheint recht beschwerlich und unspektakulaer zu sein haben wir immer wieder gehoert, also lieber ueber Bangkok reisen.

Hier noch einige Eindruecke aus der Hauptstadt und das garantiert letzte Sonnenuntergangsbild vom Mekong :-)

Patuxai Denkmal mit toller Aussicht ueber die Stadt.


That Luang. Das Nationalsymbol und bedeutenste religioese Monument von Laos.





Ein Bild auf einer Hotel Toilette :)

Arme Leute leben am Mekong in diesen Huetten.


Ach ist es nicht schoen? :)

Tag 53: Vang Vieng nach Vientiane

24. November 2008

Heute fahren wir mit Kajak und Truck nach Vientiane - der Hauptstadt von Laos. Wir werden um 9 Uhr mit Sack und Pack im Hotel abgeholt und nach einer 90-minuetigen unbequemen Fahrt werden wir mit unseren Kajaks und zwei Guides an einem Fluss abgesetzt. Schwimmwesten, Helm und Dry Bags sind im Preis inbegriffen und ein Guide gibt uns sogar noch eine kleine Einweisung. Das brauchen wir auch, denn nach 20 min kommt bereits die ersten heftige Stelle und das erste Kajak kentert. Das Paar wird einige Meter mitgerissen, verliert zum Glueck aber keine Ausruestung und kommt dank Hilfe des Guides recht schnell wieder an Bord. Sie war dann recht erschrocken und hatte die naechste halbe Stunde sichtlich weniger Spass. Bei uns lief zum Glueck alles ohne unfreiwilliges Bad ab. Als Lunch gab es um die Mittagszeit BBQ auf den Felsen am Flussufer. Der zweite Teil der Fahrt mit dem Tuk Tuk war dann wesentlich unbequemer und wollte nicht enden. Dafuer gab es dann einen schoenen Sonnenuntergang im Mekong bei der Ankunft.

Zum Abschied nochmal ein Bild von unserem Guesthouse.

Der TUV wuerde die Haende ueber dem Kopf zusammenschlagen bei so einem Sonnenschutz im LKW...

... und erst recht bei dieser Tankstelle!

Hier macht es wirklich Sinn nicht zu rauchen beim Tanken :)

Unsere Guides...


Der Transporter.

Ab geht es in die braunen Fluten. Links und rechts am Ufer endloser Regenwald.





Tag 52: Vang Vieng

23. November 2008

Habe ich schon erwaehnt, dass die Temperaturen hier einfach super angenehm sind?! 20 Grad in der Nacht und 25 Grad am Tag. Und geregnet hat es in meinem gesamten Urlaub genau einmal, naemlich heute. Von 18 Uhr bis 20 Uhr. Das dafuer recht heftig.

Ich habe mich nach dem Fruehstueck und dem Besuch der ersten Hoehle in der Naehe von Vang Vieng auf das Mountainbike geschwungen und bin alleine in das Hinterland gefahren. Ueber staubige Feldwege und durch malerische Bauerndoerfer bin ich zu einer weiteren bekannten Hoehle gefahren. Es hat sich sehr gelohnt! Am Anfang besteht die Hoehle aus einer grossen Grotte mit einer Budda Figur. Die Grotte ist mindestens 15m hoch. Zusammen mit zwei Deutschen aus Dresden bin ich mit Stirnlampe tiefer in die Hoehle geklettert und je weiter wir kamen, desto flacher wurde der Boden. Wir kamen schneller voran, dafuer gab es grosse Loecher, in denen man den Boden nicht mal sehen konnte. Besser nicht reinfallen! Und ploetzlich standen wir in einer riesigen Halle, die laut Reisefuehrer ca. 200m lang und 30m hoch war. Am Ende der Halle gab es Stalaktiten und Stalagmiten, die teilweise ueber eine Hoehe von 8m zu Saeulen zusammengewachsen sind. So was habe ich noch gar nie gesehen. Das Gestein hat im Schein der Lampen geglitzert. Hin und wieder sind uns kleine Spinnen und Krebse ueber den Weg gelaufen.

Ich wollte an diesem Tag eigentlich in einer kleinen Schleife wieder zum Ausgangspunkt meiner MTB Tour gelangen. Irgendwie muss ich aber eine Abzweigung verpasst haben und bin schlussendlich einen riesen Umweg gefahren. Meine Orientierung hat mich voll im Stich gelassen. Landkarten und Strassenschilder gibts hier draussen leider keine. Total ausgehungert, erschoepft und eingestaubt habe ich dann von einer ganz anderen Seite her Vang Vieng endlich wieder erreicht. Kurz bevor es so richtig losgeschuettet hat.

Ein Fischer auf dem Fluss.

Die Grotte mit der Budda Figur. Die Oeffnung nach Aussen ist ca. 4m hoch. Leider konnte ich im Innern der Hoehle keine Bilder machen.

Ein Bauernhaus.

Hauptstrasse in einem Bauerndorf. Hier draussen trifft man keine Touristen mehr an.

Frauen beim Fischen.

Laotische Bruecke. Ich habe mich auf den langen tibetischen Haengebruecken sicherer gefuehlt.



Die grossen Autobruecken sehen dann so aus...

Kurz vor dem Gewitter.

Samstag, 22. November 2008

Tag 51: Vang Vieng

22. November 2008

Heute haben wir eine organisierte Wandertour mit Guide gebucht. Wir sind nur drei Gaeste und ein Guide, sehr entspannt. Nach einer kurzen Fahrt im Truck ueber schlechte Strassen laufen wir 15km nordlich von Vang Vieng los ueber Felder und Wiesen hinein in den dichten Urwald und hinauf auf einen Berg. Kaum geht es aufwaerts laeuft der Schweiss in Stroemen und alles ist nass. Wir landen nach ca. 2h Marsch auf einer Hochebene mit Reisfeldern und schlagen uns durch dichtes Buschwerk zu einer Hoehle. Ein Bach verschwindet hier im Berg und kommt auf der anderen Seite wieder an das Tageslicht. Spaeter am Tag werden wir den Ausgang sehen.

Unser Guide macht ein Feuer und grillt leckere Veg-Chicken-Spiesse. Dazu gibt es Brot und Gemuesereis. Pavel und ich kuehlen uns bei einem Bad im erfrischenden Wasser ab. Danach laufen wir weiter durch den dichten Wald weit hinauf, um dann wieder alles bis in das grosse Tal abzusteigen. Ganz schoen anstrengend. Wir kommen nun zum Ausgang der ersten Hoehle und koennen auf alten LKW Reifen - sie nennen das hier Tubing - in die Hoehle treiben. Es gibt ein Seil, an dem man sich ca. 200m hineinziehen kann. Klasse Sache, ich war noch nie in einer Wasserhoehle. Das hat uns alles so gut gefallen, dass wir grad noch einen Tag dranhaengen und morgen nochmal mit richtigen MTBs losziehen und am Abend nochmal Tuben gehen.

Eines der vielen "Reisebueros", hier haben wir unsere Tour gebucht.

Los gehts...




Die Hochebene.


Die Hoehle.

BBQ am Eingang.

Blick durch den Wald nach unten.

Ueber Felder...

... und ueber Fluesse...

... bis zurueck zur Strasse. Nur selten ist die Strasse so staubfei.


300 Kip/Minute, recht flotte PCs und Internetverbindung. Nur der Bilderupload in Blogspot dauert recht lange. Mirjam ist grad auch am verzweifeln, aber was tut man nicht alles fuer seine Blogleser.