Samstag, 18. Oktober 2008

Tag 13: Von Ibri ueber Al Ain nach Abu Dhabi

15. Oktober 2008

So, die Rundreise geht heute zu Ende. Nach einer interessanten Fahrt durch die omanische Wueste (genug Wasser habe ich eingepackt, der Tank war auch voll, die Kamele auf der Autobahn konnte ich immer gut umfahren) habe ich Al Ain in den VAE erreicht. Auf Grund der absolut unbrauchbaren Beschilderung habe ich noch einen 60km Umweg ueber Al Buriami gemacht. Ich bin dann ueber einen omanischen Grenzposten gefahren und habe den AUsreisestempel bekommen, aber es gab keinen VAE Posten. Ich war immernoch im Oman und hatte Angst, dass ich jetzt keinen Einreisestempel der VAE mehr bekomme. Das haette sicher Aerger am Flughafen bei der Ausreise gegeben. Ich bin dann noch 1h im Oman rumgefahren bis ich zwischen Al Ain und Al Buriami endlich auf einen VAE Posten gestossen bin. Manchmal sind die hier einfach total verplant!

Al Ain war nicht sonderlich spektakulaer. Ich habe das naturhistorische Museeum besucht und bin dann nach Abu Dhabi zu Dirk gefahren. Aber nicht bevor ich im Hilton ein fettes Stueck Schokotorte und einen frisch gepressten Pineapplejuice getrunken habe.


Fort in Al Ain. Hier wurde Sultan Zayed geboren.
Die Strasse durch die Wueste.
Kamele kreuzen :)
Und da waren sie dann auch...
Unten im Wadi laufen auch Kamele.

Tag 12: Von Nizwa nach Ibri

14. Oktober 2008

Das war ein ganz besonders schoener Tag! Ich habe ganz tolle Forts und Graeber und alte Ruinen besucht und bin weit im omanischen Bergland herumgekommen und habe so manches Wadi durchquert und Kamel am Strassenrand gesehen. Ein Fort in Bahla und die Bienenstock Graeber in Bat und Al Ayn sind so alt, dass sie auf der Liste der UNESCO Weltkulturerben stehen. Eine Oase in den Bergen oberhalb von Al Hamra war so praechtig, dass ich am liebsten dort geblieben waere. Das Rauschen der Bewaesserungskanaele im Schatten der Palmen mit Blick in ein weites Tal und ueberall total nette und entspannte Menschen. Kein Wunder, wenn ich mein Leben dort oben verbringen wuerde, waere ich auch entspannt.

Am Ende des Tages habe ich einen Anhalter mitgenommen und zum Dank hat er mich zu sich nach Hause eingeladen. Man bekommt Kaffee und Datteln und viele Fruechte serviert und alle sind maechtig freundlich. Omanis zeigen so ihren Dank. Als ich nach Familie, Frau und Kindern gefragt habe (so gut das eben ging) hat er sie alle praesentiert. Sie haben mich ewig angeschaut, als waere ich von einem anderen Planeten :) Er hatte huebsche Schwestern. Vier! Danach wollte er unbedingt meine Mobile No. haben. Mal schauen ob er anruft :) Als er mich dann noch zum Fussball spielen mit seinen Freunden mitnehmen wollte, habe ich mich dann doch dankend verabschiedet. Ich wollte ihm die Illusion von der Fussballnation Deutschland mit meinen bescheidenen Fussballkuensten nicht zu nichte machen...


Ein Bewohner der entspannten Oase oberhalb von Al Hamra..

Blick in die Taeler der Oase
In diesen Haeusern wohnen die Leute dort.


Eine Ruine in Al Sulaif. So sind die Decken der Zimmer der alten Haeuser gemacht.
Am Eingang zur Ruinenstadt.
Strassenszene in einem kleinen Ort in den Bergen.
Das Fort in Bahla, dass unter UNESCO Schutz steht und gerade mit UNESCO Geldern renoviert wird.
Der Innenhof eines Forts in Jabrin. Die Innenraeume waren extrem grosszuegig geschnitten.
Angreifern wurde heisser Dattelhonig auf den Kopf gegossen.
Malerreien im Innenraum eines Aufgangs.
Grosse Gefaesse zum lagern von Wasser und Dattelhonig.

Die Bienenkorb Graeber von Bat und Al Ayn. Gebaut 2000-3000 B.C.


In diesem Haus war ich eingeladen. Leider habe ich keine Bilder von der Familie und dem Inneren.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Tag 11: Von Muscat nach Nizwa

Ich hatte eine schoene Fahrt von Muscat nach Nizwa vorbei an Ruinen und Forts. Als ich dann in Muscat angekommen bin stellte ich fest, dass ich meinen Pass im letzten Hotel vergessen habe (bzw. die vergessen haben ihn mir zurueck zu geben, je nach dem wie man es sieht). Shit, da hilft alles nix, ich musste nochmal alles zurueckfahren. Haette mich jetzt lieber an den Hotelpool zum chillen gelegt und ein Bier getrunken. Naja, vier Stunden spaeter war ich wieder zurueck in Nizwa.

Kinder haben immer viel Freude an Besuchern und laufen einem nach und rufen und lachen.

Ruinen auf dem Weg nach Nizwa.

Schueler auf dem Heimweg in Nizwa.
Blick vom Fort auf die Hauptstrasse der Oase Nizwa.
Blick aus dem Fort auf die Moschee.

Blogger.com in Oman

Die Login-Seite von Blogger.com bzw. Blogspot.com ist im Oman nicht zugaenglich. Komisch, weil die Blogs koennen gelesen werden, nur das Login funktioniert nicht. Ueberall das gleiche, egal in welcher Stadt/Hotel/Internetcafe. Nun denn, jetzt reiche ich halt alles nach...

Tag 10: Muscat, zweiter Tag

Heute war Museeum-Tag. Ich habe viel ueber die Omanische Geschichte und das Leben und die Omanis gelernt. Ich erspare Euch das hier :) Am Abend konnte ich dann nicht anders und bin auf einen kleinen Berg gelaufen. Sauheiss, aber es hat sich gelohnt. Tolle Aussicht auf den Hafen und ein unvergesslicher Sonnenuntergang weit oben ueber den Daechern der Stadt.

Ich will unbedingt Fisch essen und habe ein Restaurant empfohlen bekommen. Zwischen grossen Maennergruppen nehme ich in einem lokalen Restaurant Platz und bestelle irgendwas, weil es keine Karte gibt und die Bedienung mich nicht versteht. Es kam dann ein gegrillter Fisch und Pommes und Fladenbrot mit Hummus. Sehr, sehr gut! Und er hat verstanden, dass ich einen frisch gepressten Orange Juice moechte.

Zwischen Souq Viertel und Old Muscat.
Der Hafen von Muscat.
Ein Museeum.
Der Palast.
Ich musste natuerlich auch hier bei der Sauhitze auf einen kleinen Berg steigen. Es hat sich sehr gelohnt! Blick ueber den Hafen. Ach ja, ich war alleine die ganze Zeit :)

Tag 9: Muscat

Heute habe ich die ganze Stadt mit dem Auto und zu Fuss erkundet. Sie liegt verteilt auf viele kleine Stadteile in einer Huegellandschaft in verschiedenen Buchten. Echt schoen hier! Und die Omanis sind seeeehr freundlich! Ohne Auto waere man hier echt arm dran. Ich sehe immer wieder Touristen bei der Sauhitze rumlaufen und auf Taxis warten. Da sieht man nur die Haelfte, weil man nicht richtig rumkommt.


Am Abend habe ich ein massiv besseres Hotel fuer 20 Rial gefunden. Super Service, nette Menschen, sauberes Zimmer und angenehmes Ambiente. Indische Leitung. Ich war schon kurz davor im Muscat Chedi oder im Hyatt einzuchecken. Die Preise haben mich dann aber doch abgeschreckt. Dafuer habe ich am Abend dann ein grandioses Arabisch/Asiatisches Buffet im Intercontinental Hotel genossen. Der Hammer. Essen kostet hier fast nix.

Eine schoene Moschee in meinem Viertel.
Provinz mitten in der Hauptstadt.
Muscal liegt eingebettet in Huegelketten.
Ein Fort in Old Muscat.
Die Hafeneinfahrt in Old Muscat.

Freitag, 10. Oktober 2008

Tag 8: Von Ras Al Khaimah nach Muscat

Trotz Erkaeltung (scheiss Klimaanlagen!!) ist heute Fahrtag. Route: Ras Al Khaimah - Al Fujairah - Sohar - Rustaq - Seeb - Muscat. Naja, nur Fahrt wars dann doch nicht. Ich habe zwei tolle Burgen in Rustaq und Umgebung angeschaut. Und in Sohar bin ich auch bisschen rumgelatscht. Allerdings wars grad Mittagszeit um 1 Uhr und ich konnte mich nur von Schattenplatz zu Schattenplatz kaempfen und habe dann schnell wieder aufgegeben. Kein Wunder sind die Strasssen zu der Zeit wie leergefegt und wenn man doch jemanden sieht, liegen alle nur irgendwo im Schatten rum.

Heute bin ich in Muscat in der letzten Absteige untergekommen um schonmal fuer Nepal zu ueben :) Ist glaub das krasseste bisher, wirklich uebel dreckig. Kostet aber auch nur 15 Rial. Und gegessen habe ich in einem lokalen Lokal in einer Gegend wo ich den ganzen Abend keinen einzigen Europaeer getroffen habe. Mittendrin also, mal schauen was mein Magen dazu sagt. Das Essen war auf jeden Fall nicht schlecht. Hey, und Internet gibt hier auch wieder, wenn auch nicht grad superschnell.


Auf einem Friedhof. (Scheiss Touristen.. muessen wirklich alles Fotografieren)

Fort in Sohar.
Sonnenuntergang bei Rustaq.
Fort bei Rustaq.

Tag 7: Tauchen in Khasab und weiter nach Ras Al Khaimah

Gestern gab es noch einen kleinen Refresh Kurs und heute gehts gleich los. Eine Bootsfahrt von 1h bringt uns an kleine Inseln weit draussen in der Strasse von Hormuz. Die Wassertemperatur betraegt 31 Grad, die Sicht unter Wasser ca. 10-15m. Zwei Tauchgaenge mit max. Tiefe 22m und einer Dauer von 50min und 60min waren klasse. In dieser Gegend tauchen sehr wenige Leute und man sieht aus diesem Grund eine intakte Unterwasserwelt mit Korallen und zahlreichen Fischen. Ich habe noch nie so viele tropische Fische gesehen. Super!

Jetzt das Highlight!!! Nach unserem ersten Taugang haben wir knapp unter der Wasseroberflaeche einen 4m langen Walhai gesichtet. Alle sind gleich nochmal rein ins Wasser. Ich konnte mit dem Walhai unglaubliche 20 min im Wasser verbringen. Er ist immer im Kreis geschwommen und man konnte ihm locker folgen und neben ihm schwimmen. Ich habe in sogar mehrmals beruehren koennen. Ein unvergessliches Erlebnis. Bilder werden nachgereicht. Es gibt sogar Videoaufnahmen. Das war selbst fuer die Tauchprofis in der Gruppe einmalig.

Das Tauchzentrum kann ich nur empfehlen. Nette Leute und gutes Equipment. Hier ist der Link zur Homepage.

Am Abend bin ich dann der Sonne entgegen an der Kueste entlang nach Ras Al Khaimah gefahren. Dies war mein Zwischenstop auf der langen Fahrt bis nach Muskat.

Bootsfahrt zum Tauchplatz. Unterwasserbilder vom Walhai folgen noch!

Auf dem Weg zurueck in die VAE. Ein tiefes Wadi.
Die Strasse an der Kueste entlang. Der untergehenden Sonne entgegen.

Tag 6: Khasab

Norwegen der arabischen Welt. Tiefe Fjorde, blaues Meer, Steile Klippen und hohe Berge. Khasab ist ein schoener Ort umschlossen von hohen Felswaenden in einer Bucht gelegen. Nur ueber zwei Strassen und das Meer zu erreichen. Die eine Strasse fuehrt wunderbar malerisch an der Kueste entlang, die andere nur mit 4WD befahrbar ueber eine unendlich lange Schotterpiste und einen 2000m Pass. Ich bin mit meinem nicht-4WD mal ein bisschen ins Wadi hineingefahren, habe allerdings schnell mal aufgegeben. War mir dann doch zu gefaerlich so ganz alleine bei ueber 40 Grad in der Sonne.

Das Fort in der Ortsmitte beherbergt ein interessantes Museeum um bieten einen grandiosen Blick ueber die gesamte Stadt mit dem kleinen Hafen und den vielen Dattelpalmen.

Letzte Nacht haben mich zwei Phillipinas in einen lokalen Nachtclub geschleppt. Was fuer eine Show!! Zuerst Shisha geraucht, dann den 5 Marokanischen Taenzerinnen zugeschaut und dem schraegen Sound zugehoert und dabei die betrunkenen Omanis beobachtet. Ich war weit und breit der einzige nicht-Araber... mal abgesehen von den Phillipinen, die regelmaessig in Khasab auf die Verlaengerung ihres UAE Visas warten.



Der Fischerhafen von Khasab.

Blick ueber die Oase.


Das Fort.
Selbst den Ziegen ist es zu warm...
Blick in eines der Fjorde in der Umgebung.

Nach Lukla zu fliegen ist gefaehrlich...

Hmm.. Das sind keine guten Nachrichten. Ein Flugzeug ist im Landeanflug auf Lukla verunglueckt :( Da wollen wir auch hin. Hoffentlich passiert das nun fuer sehr lange Zeit nicht mehr!

Einen Artikel zum Thema gibt es hier.